Leben ohne Asthma

Aus dem Buch “Leben ohne Asthma”

Die Buteyko-Methode, einschließlich der Buteyko-Atemübungen, stellen eine Asthma-Therapie dar, die die Kontrolle und die Heilung jeglicher Form von Asthma erlauben, entweder ganz ohne Medikamente oder zumindest mit einer stark reduzierten Form der medikamentösen Behandlung.

Dr. Buteyko entdeckte, dass Hyperventilation die eigentliche Ursache von Asthma darstellt. Er war der erste Wissenschaftler, der die Verengung der Bronchiolen auf exzessies “tiefes Atmen” oder Hyperventilation zurückführte. Er fand heraus, dass die Asthma-Symptome verschwinden, wenn die zugrundeliegende Hyperventilation zurückgebildet werden kann. Dies führte ihn zur Entwicklung einer neuartigen Therapie von Asthma.

Die Buteyko-Methode kann alle Formen von Asthma jedes Schweregrades rückbilden, denn sie resultieren alle aus reversibler Hyperventilation. Jedoch ist es bei mittlerem oder schwerem Asthma manchmal notwendig, während des Genesungsprozesses Medikamente einzusetzen. Die Dosis wird aber schrittweise vermindert, und letztlich kann das Medikament ganz abgesetzte werden. Nur in seltenen Fällen ist die Schädigung der Adrenalindrüsen in Folge jahrelanger chronischer Hyperventilation und durch den Missbrauch von Steroiden derartig schwerwiegend, dass die Adrenalindrüsen sich nicht mehr vollständig erholen können. In solchen Fällen können kleine Steroid-Dosen als dauerhafte Ergänzung notwendig sein.

Der Erfolg der Buteyko-Methode hängt davon ab, ob der Patient die Anwendung gewissenhaft durchführt oder nicht. Oftmals ist dies nicht der Fall. Eine vollständige Genesung kann aber nur erreicht werden, wenn sich der Patient genau an die gegebenen Ratschläge hält. Eine erfolgreiche Umsetzung der Methode kann auch eine Änderung abträglicher Gewohnheiten beinhalten. Die Buteyko-Methode ist keine Wunderkur, sondern ein rational nachvollziehbares Programm, das darauf abzielt, Ihre Gesundheit wieder herzustellen, indem sie das korrigiert, was ein abträglicher Lebenstil und schädliche Gewohnheiten angerichtet haben.

Eine Einführung für Ärzte in die Buteyko-Methode

Beilage zum Buch “Leben ohne Asthma”

Aus dem Inhaltsverzeichnis:

  • Einleitung
  • Was Patienten lernen
  • Medikation und die Rolle des Arztes in der Buteyko-Therapie
  • Theorie und Diskussion
  • Pathophysiologie der chronischen Hyperventilation bei Asthmatikern, entsprechend der Buteyko-Theorie
  • Literaturangaben

Seite 1:

Das Hauptanliegen dieser Broschüre ist es, zusammenfassend eine Erklärung der physiologischen Basis der Buteyko-Therapie zu geben. Der Arzt kann den Verlauf der Therapie für seinen Patienten positiv beeinflussen, wenn er die Methode versteht. So kann er seinen Patienten die notwendige medizinische Unterstützung bieten, selbst wenn er mit den Prinzipien nicht übereinstimmt.

Diese Broschüre vermag jedoch nicht, eine Brücke zu schlagen zwischen den beiden Lagern, die es in der Medizin seit Anfang des vergangenen Jahrhunderts zur Frage des Chronischen Hyperventilations-Syndroms gibt. Im Jahre 1975 bemerkt Lum zu diesem Thema:

“Patienten, die jenes wohlbekannte Muster von Symptomen aufweisen, sind ein Fluch für alle Praxen von Ärzten und Spezialisten im Feld der medizinischen Versorgung. Sie werden oft von einem Arzt an den nächsten überwiesen, und die Sünden, die an ihnen begangen werden, füllen viele leere Seiten im Buch unserer Leistungen. Leider glaube ich, dass dies auch heute noch wahr ist, trotz der vielen und exzellenten Beiträge, die in den vergangenen Jahren dazu veröffentlicht wurden.” – aus “Clinical Aspects and Treatment of the Hyperventilation Syndrome”, Kerr, Dalton und Gliebe, 1937

Die Jahrtausendwende ging vorüber, aber die Debatte dauert noch immer an. Diese kleine Broschüre kann nicht mehr leisten, als die Aufmerksamkeit auf Buteykos Beitrag zu dieser Diskussion zu lenken.

Die Buteyko-Therapie ist ein einfaches pädagogisches Programm, das darauf abzielt, chronische Hyperventilation zurückzubilden – eine Störung, die sowohl wenig verstanden als auch unzureichend erforscht ist. [..] Buteyko-Therapie ist viel eher komplementär als alternativ zu verstehen.

Seite 7-9:

Die medizinische Literatur über CHVS zeigt, dass:

a) Ärzte die Störung selten diagnostizieren oder auch nur nach CHVS als diagnostische Möglichkeit suchen.

  • Bass, C, “The hyperventilation syndrome”, Respiratory Diseases in Practice, Oct/Nov 1990, 13-16.
  • Lum LC, “Hyperventilation: The tip and the iceberg“, Journal of Psychosomatic Research, VOL. 19, 1975, 375-383.
  • Magarian GJ, Middaugh DA, Linz DH, “Hyperventilation Syndrome: a diagnosis begging for recognition“, West J Med, VOL 138, 733-736.
  • Nixon PGF, “Hyperventilation and cardiac symptoms”, Internal Medicine, VOL 10:12, Dezember 1989, 67-84.
  • Sher TH, “Recurrent chest tightness in a 28-year-old woman”, Annals of allergy, VOL 67, Sept. 1991, 310-314.

b) Behandlung von CHVS oft unzureichend ist und in der Regel nur aus Beratung und milder Sedierung besteht.

c) der überwiegende Anteil zwischen 6 und 11 Prozent aus ambulanten Patienten besteht. Dies beinhaltet nicht Patienten mit organischen Krankheiten wie Asthma.

  • Clarke PS, Gibson J, “Asthma, hyperventilation and emotion”, Australian Family Physician, VOL 9, 1980, 715-719.
  • Tavel ME, “Hyperventilation syndrome  – Hiding behind pseudo-nyms?”, Chest, VOL 97, 1990, 1285-1288.
  • Waites TF, “Hyperventilation – chronic and acute”, Arch Intern Med, VOL 138, 1978, 1700-1701.

Im Folgenden werden einige der Symptome und Beobachtungen aufgeführt, die mit CHVS assoziiert werden:

  • [Die Literaturverweise der jeweiligen Positionen entnehmen Sie bitte der Originalbrochüre, die dem Buch “Leben ohne Asthma” beigelegt ist]
  • Hypophosphatemia
  • erhöhte Milchsäure
  • erhöhte Harnsäure
  • erhöhte Zuckerwerte
  • Verlust von CO2 und Basis Reserven
  • elektrolytische Veränderungen
  • schlechte Sauerstoffversorgung durch Bohr Effekt
  • erhöhte Lipide
  • erhöhte Calcium Ionisierung innerhalb der Zellen
  • Herzklopfen
  • Kardiale Neurose
  • Angina Schmerz
  • Prolaps der Mitralklappe
  • Myokardialer Infarkt
  • Tachykardie
  • Arrhythmien
  • Reduzierte zerebrale Blutversorgung
  • Stenosis der koronaren Arterie
  • Abstoßung der Koronararterien-Bypasses
  • Rechtsventrikuläre Ektopie
  • Stille Ischämie
  • erhöhter Blutdruck
  • ECG: Flache oder invertierte T-Welle
  • Vasoconstriction
  • Hiatus Hernie
  • Duodenaler Spasmus
  • Irritable Bowl Syndrome
  • spastischer Darm
  • Raynaud-Krankheit
  • Da Costa Syndrom
  • Nierenkolik
  • Urogeniatle Störungen
  • Schwächegefühl
  • Burnout
  • Posttraumatische Stress Störungen
  • Erkältungsähnliche Symptome
  • Schlafstörungen
  • Brustschmerzen
  • Ruhelosigkeit
  • Synkope, Ohnmacht
  • übermäßiges Schwitzen
  • Ödem
  • Migräne
  • Aerophagie
  • Misslingen einer transurethralen Resektion
  • Spannung in der Brust
  • Muskelkrämpfe
  • muskuläre Steifigkeit und Schmerzen
  • Parästhesie, Taubheit
  • Krämpfe und epileptische Anfälle
  • Sehstörungen
  • Panikattacken
  • Phobien
  • Angst
  • EEG Abnormalitäten
  • auditorische Störungen
  • erhöhter sympathischer Tonus
  • Schwindelgefühl
  • Dyspnea
  • Asthma
  • Atemlosigkeit

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