Übung macht den Meister

Übung macht den Meister

Es gibt ganz unterschiedliche Beweggründe um Feldenkrais zu machen. Als Dr. Moshe Feldenkrais seinen ersten Lehrgang in den USA (San Francisco 1976) gegeben hat, waren es hauptsächlich Psychologen und Philosophen, die an Feldenkrais interessiert waren. Diese wollten mehr über die therapeutischen Aspekte der Methode wissen. Später waren auch die ein oder anderen Sportler mit dabei, um ihre Leistung zu verbessern und sich von Sportunfällen schneller zu erholen.

Nach dem Tod von Dr. Moshe Feldenkrais, im Alter von 80 Jahren, wurden aber auch die einstmals jungen Feldenkrais-Lehrer immer älter, und es kamen kaum mehr jüngere Studenten nach. So wurden die Studenten der Feldenkrais-Methode allmählich immer älter. Man schätzte das Akademische, die Theorie und die Wohlfühlaspekte der Methode.

Heute, 2016, kann man sagen: das Image der Feldenkrais-Methode scheint sich seit einigen Jahren wieder zu wandeln. “Feldenkrais” gewinnt zunehmend an Popularität auch bei jungen Leuten in Großstädten wie New York, London, Madrid, Tokyo, und so weiter. Und das spürt man auch in kleineren Städten wie Wien, Mailand oder München. Und es kommen wieder mehr Männer nach. Das heisst, die Wohlfühlmethode wird wieder in eine Richtung bugsiert, die mehr weltliche Ziele verfolgt: Erfolg durch schmerzfreie Bewegung, so wie herzeigbare Beweglichkeit und Bewegungskoordination.

Immer mehr junge Menschen (und auch jung-gebliebene) finden zu Feldenkrais. Weil es sinnvoll ist, weil es sich gut anfühlt, weil man dabei immer etwas neues lernt. Und weil man Freude hat an Bewegung, körperlicher Organisation, Achtsamkeit und Wahrnehmung.

Aber für einen Fortschritt braucht es auch regelmäßiges Üben. Es braucht einen Boden, Teppich, oder eine Decke, und Zeit. “Übung macht den Meister”, heisst es also jetzt auch im Feldenkrais. “Och nein” stöhnen die einen, “ja doch” zwinkern die anderen…

Üben kann man mit Feldenkrais-Lektionen aus einem Buch, von einer CD, oder meinen Audio-Mitschnitten hier auf der Homepage. Aber es müssen nicht immer genau die Abläufe und Strukturen sein, auch nicht in genau dem Tempo. Feldenkrais hat wunderbare Lektionen vorgegeben, aber man kann auch selbst kreativ werden. Mit Musik oder ohne. Mein Video (siehe oben) sei vielleicht ein Beispiel für einen Feldenkrais-Abend mit sich selbst.